Donnerstag, 12. Juni 2014

INTERVIEW: JAN WARNKE // GERÄUSCHMANUFAKTUR // J. ADOLPHE DEUTSCH




Jan Warnke ist der Betreiber des deutschen Labels GERÄUSCHMANUFAKTUR und der kreative Kopf hinter mehreren Sound Art und Noise Projekten. Viel könnte über seine Arbeit gesagt werden, doch am besten ist es wohl, wenn ohne weitere Umschweife das Interview präsentiert wird, das ich mit Jan führen durfte: 


 

TM: Grüß dich, Jan! Zunächst einmal danke für das Interview. Für alle, die dich noch nicht kennen: Wer bist du und was tust du?
Jan Warnke: Hey! Mein Name ist Jan Warnke und ich betreibe das 2011 von mir gegründete GERÄUSCHMANUFAKTUR Label für alle experimentellen Spielarten der Noise-Kunst, und produziere seit ca. 2008 unter meinem eigenen Namen wie auch unter meinem Projekt J.Adolphe Noise, Power Electronics und Ambient Noise. Entwickelt hat sich dies alles aus meinem Interesse an Synthesizern, Effekt-Geräten und der mir anhaftenden Neugier und dem Willen diese Maschinen selbst zu bauen bzw. zu konstruieren und umzusetzen. Parallel dazu begann ich mich damals sehr intensiv für die Black Metal, Noise- und Industrial-Kultur zu interessieren. Ursprünglich habe ich aber einen Punk-und Hardcore Background. 



TM: Eines deiner Projekte ist J. Adolphe. Was kannst du uns über Themen und Ausrichtung sagen?
JW: J.Adolphe ist so etwas wie mein Alter-Ego! Ein Projekt, welches mir ermöglicht, bestimmte Eindrücke aus meinem Leben, meiner Arbeit und meinen Interessen künstlerisch umzusetzen und „verborgene Gedanken“ auszusprechen. Manchmal auch so etwas wie mein „Schatten“ durch den ich meine Wahrnehmung doppeln kann.

TM: Von all deinen Projekten geht J. Adolphe wohl am meisten in die klassische Harsh Noise und Power Electronics Richtung. Dennoch ist der Klang sehr progressiv. Was sind die Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen J. Adolphe und zB einem „reinen“ PE Projekt?
JW: Bei J.Adolphe versuche ich die Tradition des Bruitismus einfließen zu lassen! Die Grundlagen meiner „Klänge“ bilden oft einfache Geräusche! Ich versuche jedoch auch die szene-typischen "Klischees" klangtechnisch zu verformen, so dass die Themen, die ich in den einzelnen Veröffentlichungen verarbeite, auch aus unverfänglicheren Blickwinkeln betrachtet werden können.

TM: Bislang schien jedes J. Adolphe Release so etwas wie ein Konzeptalbum zu sein. Gibt es einen roten Faden bzw. verbindende Elemente zwischen all den Veröffentlichungen?
JW: Einen roten Faden gibt es nicht wirklich! Aber so etwas wie eine sich immer mehr in den Vordergrund rückende Thematik, die sich eng an meine Erlebnisse, Interessen und letztendlich auch meinen Alltag ausrichten. Ich kann jeder meiner Veröffentlichungen einen bestimmten Punkt, oder auch Wendepunkt in meinem Leben zuordnen. Somit wäre doch so etwas wie ein verbindendes Element vorhanden!
Natürlich auf einer persönlichen Ebene! Dazu wäre noch zu erwähnen, dass die J.Adolphe Kassetten nicht in chronologischer Reihenfolge verfasst bzw. veröffentlicht wurden.
Meine ersten Aufnahmen sind doch eher geprägt von sexuellen Abgründen, Hörigkeit und Lust. Die späteren Sachen beschäftigen sich jedoch mit anderen tiefgründigeren Themen. Epistemische Erkenntnis zum Beispiel entstand ein paar Monate nach der Geburt meiner Tochter. Darin habe ich viele meiner Ängste verarbeitet, die sich aus der Bewusstheit entwickelten wie fragil aber auch schön das Leben ist. 

 


TM: Wie viele Post-Industrial Projekte, verwendest du auch Themen, die mit Sexualität bzw. Paraphilie in Verbindung stehen. Dennoch scheint die Präsentation weniger „schockierend“ zu sein, als es normalerweise der Fall ist. Wie würdest du deine Herangehensweise beschreiben?
JW: Jedes einzelne Release durchläuft einen gewissen Prozess. Ich gehe jedoch recht unterschiedlich an die jeweilige Umsetzung heran. Wenn ein Konzept steht, versuche ich intensive Recherchen zu betreiben und jedes Detail zu planen. Bei J.Adolphe improvisiere ich oftmals auch sehr viel und lasse intuitiv meinen Gedanken und Emotionen freien Lauf.

TM: Dein letztes Release trug den Namen „To Praise Prothesis“. Wie kamst du auf das Thema? Wurdest du durch Künstler wie Witkin inspiriert?
JW: „To Praise Prosthesis“ ist ein Konzept in dem tatsächlich alles zusammen kam! Meine Arbeit als Orthopädie-Techniker und meine Erlebnisse aus dieser Zeit mit einem sehr speziellen Kunden! Haha!
Aber natürlich inspirierte mich auch mein Interesse an Paraphilien wie Acrotomophily, Prothesen – und Orthesen Fetisch, victorianische Anatomie, die Geschichte der Orthopädie, aber auch die Kunst – insbesondere die wunderbaren Werke von Joel-P. Witkin oder die Collagen von Karel Teige.


TM: Die einzelnen Releases klingen teilweise sehr unterschiedlich. Ist es dir wichtig auf jedem deiner Releases irgendwie anders zu klingen? Ist dir Abwechselung wichtiger als Wiedererkennungswert?
JW: Ja! Denn so unterschiedlich die Releases teilweise klingen, so unterscheiden sie sich auch vom Konzept! Es ist nicht so, dass ich noch auf der Suche bin nach einem Stil oder so etwas! Viel mehr ist es so, dass ich sehr vielfältig arbeiten möchte und der einzelnen Geschichte immer einen individuellen, klanglich passenden und optisch repräsentativen und stimmigen Rahmen bieten möchte. Und ganz ehrlich, ich bin nicht an „Plastik-Noise“ interessiert, wo alles vorhersehbar und ähnlich ist, und man das Gefühl bekommt, dass es irgendwie „lieblos“ produziert wurde.

TM: Weiterhin arbeitest du unter deinem echten Namen Jan Warnke. Welche Klänge erschaffst du unter diesem Namen und inwiefern unterscheidet sich der musikalische Output von dem von J. Adolphe?
JW: Unter meinem eigenen Namen bringe ich meine eher experimentellen Arbeiten heraus! Die Sachen sind dann meist im Bereich des metaphysischen angesiedelt. Teilweise sind aber die Übergänge fließend zwischen beiden Projekten. In Jan Warnke steckt auch immer etwas J.Adolphe und umgekehrt!

TM: Wieso siehst du deinen echten Namen als den passendsten für das Projekt an? Sind die Themen vielleicht persönlicher?
JW: Ganz genau! Bei „The Echoes Of The Gestapo Cellar“ zum Beispiel, in dem ja die Liebesgeschichte zweier Menschen und deren tragisches Ende im Vordergrund steht, erscheint es mir einfach passender und auch persönlicher sowohl die Produktion als auch die Präsentation unter meinem Namen durchzuführen. 

 

TM: Wie kam es zur Zusammenarbeit unter dem Namen Fantom Auditory Operations ?
JW: Fantom Auditory Operations – The Echoes Of The Gestapo Cellar ist das gemeinsame Projekt zwischen Michael Esposito, Ampheamne Logic und Mir!
Ich habe mich schon immer für Parapsychologie und Geister interessiert und vor allem für Friedrich Jürgenson, dem schwedischen Opernsänger und Künstler, der über Tonbandgeräte und Radios mit den Toten kommuniziert hat.
Es lag dann wohl in der Natur der Sache, dass ich ein großer Fan von Michael Espositos Arbeit und Kunst bin!!!
Ich bestellte ein paar ältere Releases von ihm bei Discogs und stellte fest, dass ich es direkt mit Michael zu tun hatte. So kamen wir in Kontakt. Er interessierte sich für das Label und meine J.Adolphe Kassetten und ich holte mir ein paar Tipps zum Thema EVP-Aufnahmen.
Michael bot mir dann an, meine Aufnahmen aus dem Gestapo Keller in Osnabrück nach EVPs zu durchsuchen (was ich total dankbar annahm, da es um Material von mehreren Stunden ging!!!) und gemeinsam verabredeten wir etwas daraus zu machen! Ich fragte dann meinen Freund Christian Stadsgaard (Posh Isolation/Damien Dubrovnik) ob er Lust hätte mitzumachen. So entstand dann schließlich „The Echoes Of The Gestapo Cellar“! Ich bin sehr stolz auf dieses Release!!!

TM: Wie kam dir die Idee zu „Your Child – The Unknown Creature“?
JW: Haha! Die Idee zu diesem „experimentellen Hörspiel“ kam mir durch meine Familie.
Wir haben irgendwann als Matilda etwa 1 Jahr alt war, über bestimmte Erziehungsstile und Aufklärung diskutiert um dann immer wieder scherzhaft auf Oswald Kolle und seine Filmchen zu sprechen zu kommen.
„Dein Kind das unbekannte Wesen“ vereint ja dann beides! Ich habe mir den Film angeschaut und dachte dass es doch eine super Idee wäre, mal was lustiges daraus zu machen...


TM: Hast du derzeit noch andere Projekte am laufen, von denen du vielleicht berichten möchtest?
JW: Für Geräuschmanufaktur habe ich eine Serie mit Live-Aufnahmen geplant, sowie eine kleine Reihe von Collaboration-tapes mit HNW – Künstlern. Da bin ich sehr gepannt!!! Die ersten Releases stehen schon fest.
Neben J.Adolphe habe ich noch mein De Chauliac Projekt (Electro-Acoustic und Tape-Manipulation). Außerdem arbeite ich an einem neuen Zine mit meinen Kollagen und kleinen Geschichten.

TM: Laut den gängigen Quellen bist du erst vor kurzem musikalisch in Erscheinung getreten. Gab es vorher schon (eventuell ungelisteten) Output?
JW: Ich bin sehr skeptisch mit meinen eigenen Aufnahmen! Vor allem meine älteren Sachen sind tatsächlich nur an Freunde weitergegeben worden.


TM: Du betreibst das Label Geräuschmanufaktur. Wie kam es zur Gründung und welche Ziele verfolgst du?
JW: Geräuschmanufaktur war zunächst einmal nur als Plattform gedacht um meine selbstgebauten Synthies und Noise-Maschinen zu verkaufen. Dann habe ich jedoch meine ersten Kassetten und CDrs mit dem „Logo“ versehen und schließlich die Idee weiter gesponnen, ein Label zu gründen.

TM: Was muss ein Künstler mitbringen, um auf deinem Label released zu werden? Welche Kriterien müssen erfüllt werden?
JW: Das ist sehr unterschiedlich! Das erste Release das ich FÜR jemanden herausgebracht habe war ja das von Nematomorpha. Isaac ist ein guter Freund und ich mochte schon immer seine Sachen sehr gerne. Ich habe dann auch sein Debüt auf Waterpower gemastert.
Bei Michael Esposito habe ich mich sehr gefreut das er Lust hatte mit mir zusammen zu arbeiten! Durch Ihn kam ich dann in Kontakt zu CM von Hausswolff, Francisco López und einigen anderen interessanten Künstlern. Michael hatte sozusagen die weitere Entwicklung des Labels maßgeblich mit geprägt, worüber ich in übrigen sehr glücklich bin!

Aber um deine Frage etwas genauer zu beantworten: Das gesamte Konzept muß stimmig sein und meiner Auffassung nach zum Label passen! Es ist dann ziemlich egal ob es ein bekannter Künstler oder ein „Newcomer“ ist! Gegenseitige Sympathie ist natürlich auch wichtig!
Interessiert bin ich auch immer an Kollaborationen!



TM: Wenn man sich den Backkatalog deines Labels anschaut, scheinen die Künstler Francisco Lopez, Michael Esposito und C.M. Von Hausswolff eine größere Rolle zu spielen. Was fasziniert dich an ihnen und wie kam es zu der Zusammenarbeit?
JW: Der größte Teil des Outputs dieser Künstler ist meiner Meinung nach sehr interessant! Alle drei haben wegweisende Arbeiten kreiert! Francisco López „La Selva“ Album ist eines der absoluten Lieblingestücke in meiner Sammlung.
Michaels und CMs Theorien, Ideen und daraus resultierende Kunst, bzgl. der Kommunikation mit den Toten fasziniert mich einfach total! Das betrifft auch alle anderen Künstler die sich in dem Zusammenhang mit dem Metaphysischen beschäftigen, wie Francisco Meirino, Michael Münnich und Pietro Riparbelli.

TM: Du hast Tapes von den altgedienten HNW Ikonen Dead Body Collection und Vomir veröffentlicht. Wie stehst du zum stellenweise umstrittenen HNW „Trend“?
JW: Ich bin was das Thema HNW angeht selbst sehr stark eingeschränkt, da ich tatsächlich gar nicht so ein großer Fan dieses Genres bin! Ich muß jedoch zugeben das es in diesem Bereich ein paar Künstler gibt die ich mag und deren Arbeiten mich auch interessieren. Vomir und Dead Body Collection (oder Romain Perrot und Aleksandar Nenad) schaffen es meiner Meinung nach tatsächlich eine gewisse Stimmung vermitteln zu können! Ich mag Romains Konzept von HNW und die, in Aleksanders (besonders in den neueren) Aufnahmen wahrnehmbaren, „traurigen Untertöne“.
Ansonsten finde ich die Sachen von Die Reitenden Leichen sehr gut!!!!

TM: Du scheinst relativ viel wert auf Präsentation zu legen. Kommen die Collagen auf den Covern von dir? Sollte die Präsentation in diesem Bereich eine tragende Rolle spielen, oder ist es eher eine angenehme Beigabe?
JW: Ja, die meisten Collagen und der größte Teil des Artworks kommen von mir. Aber auch Francisco Meirino, Manuel Pereira und Philip Marshall haben bei einigen Releases das Artwork gestalltet! Vor allem bei meinen eigenen Veröffentlichungen lege ich auch sehr viel wert darauf sie selbst zu gestalten. Das Artwork präsentiert ja tatsächlich das Release!Ich versuche immer damit die Thematik nochmals hervorzuheben oder sogar zu unterstreichen.


TM: Neben dem gängigen Undergroundmedium Kassette bringst du z.B. auch Flexidiscs. Bist du ein Freund „exzentrischer“ Formate?
JW: Die Kassette ist nach wie vor mein Lieblingsformat! Es ist nicht nur das „Undergroundformat“ sondern meiner Meinung nach auch das ideale Medium für diese Art von Kunst! Das gilt auch für die Flexi. Allein die Geschichte dieses Formats ist beeindruckend! Ein großer Teil der Leute kennt die Flexi ja nur als Promo-Beigabe. Ursprünglich wurden die „Flexis“ aber in der ehem. Sowjetunion von Musik-Liebhabern auf alten Röntgenbilder geschnitten und illegal verkauft oder weitergegeben. Also tatsächlich ein wahres Underground-Medium.
Ich bin auch an weiteren „exzentrischen“ Formaten interessiert! Konkret gibt es Überlegungen mal etwas auf Tonband-Spule oder VHS herauszubringen. Michael Esposito und CM von Hausswolff haben mal ein gemeinsames Stück auf einen Wax-Zylinder veröffentlicht! Finde ich auch total spannend. Absolut genial sind die sehr speziellen Sachen auf Radical Matters Editions Label!!!

TM: Man kann die meisten deiner Releases als MP3 auf Bandcamp herunterladen, was vielleicht etwas unüblich ist. Was hat dich dazu bewegt, deine Musik jedem quasi umsonst zugänglich zu machen?
JW: Das kann ich gar nicht genau sagen! Kostenlos gibt es den Download erst, wenn etwas tatsächlich bei mir ausverkauft ist! Ansonsten zahlt man dafür auch! Ich wollte damit auch nur ein digitales Format anbieten. Ich habe von ein paar Interessierten entsprechende Anfragen bekommen und darauf reagiert. Super nett ist es, wenn die Leute dann freiwillig sogar dafür bezahlen! Eine tolle Wertschätzung!

TM: Es scheint einen Art unterschwelligen Clinch zwischen den „geisteskranken“ Power Electronics Anhängern und den Experimental- „Hipstern“ zu geben. Gibt es in deinen Augen viele Vorbehalte gegenüber experimentelleren Klängen? Wenn ja, warum?
JW: Was du beschreibst, gibt es tatsächlich nur unter der Zuhörerschaft! Da bin ich mir sicher. Die Künstler, die ich kenne, ob sie nun aus der einen, oder der anderen Ecke kommen, sind alle sehr interessiert und aufgeschlossen! Es gibt diese Tendenzen, aber die Gründe dafür kenne ich nicht! Ich vermute mal ein „True“-Ding dahinter....


TM: Du scheinst ein großer Freund von analogen Synthesizern zu sein. Arbeitest du rein analog? Mit welchen Geräten erzielst du die besten Resultate? Wann fing die Leidenschaft an?
JW: Meine Leidenschaft fing schon recht früh an! Ich mochte als Kind schon Synthesizer-Sounds. Meine Eltern waren noch sehr jung und haben dem entsprechend auch viel NDW und 80s Popmusik gehört. Auch als meine Freunde schon alle Slime und Toxoplasma hörten, faszinierte mich die Plattensammlung meines Onkels! Da gab es Joy Division, Kraftwerk, Devo, Sisters Of Mercy und allerlei Psychedelik – und Krautrock. Als ich 10 Jahre alt war, kauften mir meine Eltern meinen ersten Synthesizer. Ein digitaler Yamaha Synthi mit so vielen geilen Effekten!!! Ich besuchte dann auch die Musik-Schule und lernte mit den Geräten umzugehen. Vor ein paar Jahren baute ich dann auch meine ersten eigenen Geräte. Ein Semimodularer Synthesizer von MFOS. Ein paar Filter, einen Ringmodulator und natürlich den Cacophonator.
Am liebsten arbeiten kann ich aber mit meinen beiden Korg MS-20 Geräten. Außerdem liebe ich meine Effektpedalen. Egal ob analog oder digital!

TM: Welche Künstler im Bereich Industrial, Ambient etc. inspirieren dich? Irgendwelche prägenden Werke?
JW: Es gibt da so viele großartige Alben. Für mich persönlich sind die folgenden meine Favoriten:
Throbbing Gristle - 20 Jazz Funk Greats
Nurse with Wound - Chance Meeting On A
Whitehouse - Dedicated to Peter Kurten
Maurizio Bianchi - Symphony for a Genocide
Einstürzende Neubauten – Kollaps
Prurient – Roman

Außerdem interessiere ich mich zur Zeit sehr für die Werke von John Duncan, Leif Elggren, CM von Hausswolff, Karl Heinz Stockhausen, The Haters, Herman Nietsch, Conrad Schnitzler, Jim O’rurke, Atrax Morgue, Christoph Hehmann, ...

Geprägt haben mich, glaube ich, aber sehr die älteren Sachen auf Hospital Productions.
Aktuell finde ich die Releases auf Posh Isolation, Narcolepsia, Fragment Factory, Robert & Leopold, Jartecknet, Hasten och Korsett, Ideal, Monolithische Aktion und Mazurka Editions sehr interessant und auch inspirierend!!!


TM: Wie sieht es mit anderen Kunstformen aus? Welche Art von Filmen, Literatur etc. magst du?
JW: Ich bin sehr interessiert an DADA und Fluxus! Und ich mag Fotokunst! Vor allem die von Jan Saudec und Joel-P. Wittkin, antike Aktfotografien, alte medizinische Fotografien, Totenfotogafie, usw.
Künstler die mich faszinieren sind: Šarūnas Sauka, Johannes Theodor Baargeld, die Wiener Aktionismus Gruppe, Max Ernst, Henning Christiansen, Kurt Schwitters, Jesper Fabricius, Dr. Seuss,...

Was meine Lesegewohnheiten angeht bin ich etwas nerdy! Ich mag Sci-Fi und Fantasy! Zur Zeit lese ich jedoch die Bücher von Friedrich Jürgenson über die Techniken mit den Toten kommunizieren zu können.
Nach und nach habe ich für meine Tochter die Bücher besorgt die mich als Kind absolut begeistert haben. Das waren z.B Wo die wilden Kerle wohnen und Doktor Dolittle.

Ähnlich sieht es dann auch mit den Filmen aus: Sci Fi, Fantasy, alte Horrorfilme, Thriller, Stummfilme und ein wenig Schmutziges aus den 70er-80er Jahren

Ich sehe mir ab und an zusammen mit meiner Frau Serien an! Twin Peaks, Top Of The Lake, The Killing, Hannibal und Game Of Thrones



TM: Wie schauen deine Pläne für die Zukunft aus?
JW: Für die Zukunft stehen bei Geräuschmanufaktur ein paar spannende neue Veröffentlichungen an! Sowohl von sehr bekannten wie auch unbekannten neuen Künstlern. Ende des Jahres kommt die erste 10“ und auch die erste LP auf dem Label heraus, sowie zwei Compilations!
Ich plane auch das Label weiter auszubauen, noch einen kleinen Verlag zu gründen und interessante kleine Bücher, Hefte und ähnliches herauszubringen. Mal schauen ob das was wird.

TM: Ich bedanke mich für das Interview! Abschließende Grüße?
JW: Auch dir möchte ich danken für dein Interesse und das Interview! Beste Grüße an all die Unterstützer und Freunde von Geräuschmanufaktur!!!

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen