Real Death – ein
Format, das wohl mit keinem anderen der Welt zu vergleichen ist.
Vielleicht teilt er sich, was Ächtung der Masse und Obsession
einiger weniger angeht, einen unbesungenen ersten Platz mit den
anstößigsten Spielarten der (Gewalt- und Fetisch-) Pornografie,
fristet aber doch ein viel untergründigeres und unvermarktbareres
Dasein. Zu grob wird wohl gegen das Moralverständnis der meisten
Menschen und die Rechtssprechung vieler Länder verstoßen, als dass
man ähnliche Vermarktungsmechanismen wie zum Beispiel bei
beschlagnahmten Splatterfilmen etablieren könnte – ganz zu
schweigen von der Exklusivität des zu beschaffenden Materials.
Darstellungen von
Tod und Morden findet man trotz allem heutzutage leichter und
zahlreicher vor, als es jemals der Fall war. Doch wo selbst die
zynischste Darstellung quasi Massenware geworden ist, ist eben eine
besondere Ausprägung Mangelware geworden: der physikalisch
vertriebene Real Death Film. Waren damals Titel wie die “Traces of
Death” oder die “Faces of Gore” Reihe noch begehrte
Sammlerstücke, ist dieses Medium heutzutage eben durch die genannten
Gegebenheiten so gut wie völlig verschollen. Umso interessanter ist
es, wenn es dann doch Neues aus dem Bereich gibt, das der
Präsentation der Alten treu bleibt: in diesem Fall “Gore Reality”.












